Fit am Schreibtisch: 4 Übungen mit minimalem Aufwand

Philips Fit & Gesund

Habe ich einen Gesundheitstick?

Der Ehemann behauptet, ich hätte einen Gesundheitstick. Ich hingegen halte mich lediglich für gut informiert, was Gesundheitsthemen betrifft. Sehr gut informiert. Das muss ich aber auch sein, und das auch noch generationenübergreifend, denn:

Ich habe einen sechsjährigen Sohn, da muss ich auf dem Laufenden sein, was Impfungen und Kinderkrankheiten betrifft. Wussten Sie, dass man an Scharlach bis zu acht Mal erkranken kann? Nein? Ich schon, und zwar, nachdem wir gleich zwei Mal innerhalb eines halben Jahres davon betroffen waren. Danach habe ich Google zum Thema Scharlach leer gegoogelt, die Kinderärztin interviewt und erkenne die Symptome jetzt bereits in ihren Anfängen.

Ab 40 interessiert man sich dann zusätzlich für all die Zipperlein, die altersbedingt zu den gängigen Infektionskrankheiten dazukommen: Ich kenne die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Wechseljahre, bin informiert über die Möglichkeiten der Ästhetischen Medizin und beziehe Newsletter zum Thema Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Naturheilkunde. Der Mann hingegen setzt auf Abhärtung und duscht jeden Morgen kalt im Garten. Ja, auch jetzt noch! Wahrscheinlich erfrieren so die meisten Krankheitserreger. Für mich ist das nichts, ich zähle zur Vorbeugung lieber auf Vitamine durch gesunde Ernährung.

Und dann sind da auch noch die eigenen Eltern, die älter werden. Ich kenne inzwischen die besten Suchmaschinen zum Thema Ärzte finden und google Fachärzte, bevor ich blind einer Empfehlung vertraue.

Dr. Google & Co.

Bei Gesundheitsfragen ist das Internet mein bester Freund – noch bevor ich einen Arzt konsultiere. Dass ich mit dieser Verhaltensweise nicht allein bin, zeigt die aktuelle Philips Gesundheitsstudie, für die das von Matthias Horx geleitete Zukunftsinstitut den Gesundheitsmarkt analysierte. Demnach nutzen 65 Prozent der Deutschen das Internet und Onlineplatformen als Informationsquelle für Gesundheitsfragen. Damit rangiert der „digitale Doktor“ direkt hinter dem persönlichen Gespräch mit dem Arzt, bei dem sich 73 Prozent der Deutschen informieren.

Durch das Internet sind Ärzte nicht länger „Halbgötter in Weiß“, die alleine über den Stand der Forschung, über Behandlungsmethoden etc. informiert sind. Sie müssen sich den Fragen gut informierter Patienten stellen, die aber ob der Informationsflut durch das Internet oft auch verunsichert sind. Nur 18 Prozent, also nicht einmal jeder Fünfte, bringt den Gesundheitsportalen und Fachforen absolutes oder großes Vertrauen entgegen. Für erste Recherchen wird das Internet also sehr intensiv genutzt, für die Interpretation sind dann aber Ärzte gefragt. Um die Aufgaben dieser neuen Gesundheitskultur zu bewältigen, wurde die Philips Gesundheitsstudie in Auftrag gegeben.

Neue Gesundheits-Konsumenten Typen

Die Philips Gesundheitsstudie zeigt auf, wie Menschen mit Ihrer Gesundheit umgehen und was sie tun, um sie zu fördern und zu erhalten. Ein Ergebnis war die Erkenntnis, dass verschiedene, eindeutig identifizierbare Gesundheitstypen** existieren:

fit und gesund life40up

 

Darunter sind auch zwei gänzlich neue, die sich erst durch die fortschreitende Digitalisierung entwickeln konnten: die iPatienten und die Gesundheitsmaximierer. Die Grenzen zwischen den Typen sind fließend. Ich zum Beispiel bin ein Mischtyp aus Hobby-Mediziner und iPatienten, mit einem Hauch von Gesundheitsmaximierer.

 

Die Sitzenbleiber – Arbeiten am Bildschirm

Wie aber maximiert man seine Gesundheit, wenn man den Großteil des Tages am Schreibtisch sitzend verbringt, und vom ständigen Sitzen der Büro-Po droht?

Philips bat mich, dieser Frage im Rahmen des Blogger-Projektes „Der perfekte Tag – 24h fit und gesund“ nachzugehen, denn ich bin ein typischer „Sitzenbleiber“ – nicht schulisch gesehen, sondern beruflich.

Ich bin selbstständig. Mein Büro befindet sich im 1. Stock unseres Hauses und ich verdiene mein Geld im Sitzen. Vor dem Computer. Acht bis zehn Stunden pro Tag verbringe ich auf meinem ergonomischen Bürostuhl vor dem Bildschirm und texte, recherchiere und sitze, sitze, sitze. Das Gute an dieser Situation: Ich arbeite von zu Hause und habe keine langen Wege zur Arbeit. Das Schlechte an dieser Situation: Ich arbeite von zu Hause und habe keine langen Wege zur Arbeit. Bewegungsmangel ist die Folge. Oft merke ich erst, dass ich regungslos in ein und derselben Position vor dem Bildschirm verharrt habe, wenn der Nacken schmerzt, die Augen brennen und die Handgelenke vom Tippen müde werden.

Das Sitzen laugt mich aus. Nach zwei Stunden intensiver, konzentrierter Bildschirmarbeit muss mich bewegen. Mein innerer Schweinehund meint aber, ich muss das nicht. Daher muss ich ihn überlisten, um so oft wie möglich aufzustehen und ein paar Schritte zu laufen: Der Drucker steht nicht in Reichweite des Schreibtisches, der Aktenschrank ebenso. Den Impuls, die Kaffeemaschine im Büro aufzustellen, habe ich schweren Herzens verworfen. Sie steht in der Küche im Erdgeschoss, sodass ich jedesmal die Treppe runter und wieder rauf laufen muss, wenn es mir nach Kaffee gelüstet. Das sind jeweils nur ein paar Schritte, aber Kleinvieh macht auch Mist. Ein paar Schritte sind besser als gar keine Schritte!

 

Fitness für zwischendurch

Wenn dann trotz Kaffee und Treppe Ideen Mangelware werden, ist es Zeit für meine Mini-Büro-Fitness. Diese Übungen kann man selbst an stressigen Tagen und ganz unauffällig im Großraumbüro machen, ohne direkt ironische Kommentare der Kollegen zu ernten. Grün entspannt die Augen, daher habe ich meine Übungen für Sie in den Garten verlegt, dann haben Sie auch gleich etwas davon.

 

Übung 1

Life40up

Streckt die Wirbelsäule, dehnt den Nacken und lockert Schultern und Arme:

  • Auf einem Stuhl gerade hinsetzen und die Arme nach vorne ausstrecken.
  • Tief einatmen, die Arme senkrecht in die Höhe heben und weit nach hinten strecken
  • Zwei bis drei Atemzüge so verharren. Mehrmals wiederholen.

 

Übung 2

Life40up

Dehnübung für den Nacken

  • Aufrecht hinsetzen. Kopf langsam (!) nach links neigen und hängen lassen. Muskeln ganz entspannen.
  • Beide Schultern entspannt unten halten.
  • 10-15 Sekunden lang halten. Dann Seite wechseln. Mehrfach wiederholen.

 

Übung 3

Life40up

Dehnung für Nacken, Schultern und seitliche Rumpfmuskulatur

  • Gerade sitzen, die Beine schulterbreit auseinander.
  • Den Oberkörper seitwärts beugen und den gestreckten Arm in Verlängerung des Rumpfes schräg nach oben ziehen. Der Kopf folgt der seitlichen Dehnung.
  • Seite wechseln. Mehrfach wiederholen.

 

Übung 4

Für eine bessere Haltung und Beweglichkeit im oberen Schulter-Arm-Bereich. Wer sehr verspannt ist, nimmt einen Gürtel als Armverlängerung.

  • Greifen Sie hinter Ihrem Rücken mit der linken Hand von unten und der rechten Hand von oben nach Ihren Händen oder dem Gürtel.
  • Halten Sie diese Position kurze Zeit, auch wenn Ihre Hände sich nicht berühren. Mit der Zeit werden Sie beweglicher und schaffen die Übung auch ohne Gürtel.
  • Strecken Sie die Arme kurz nach oben und wiederholen Sie die Übung in umgekehrter Richtung (links oben und rechts unten)

7

 

Ganzheitlichkeit ist Trumpf

Natürlich ist dieses Mini-Büro-Workout nur ein kleiner Baustein in meinem persönlichen Gesamtprojekt „Fit & gesund ab 40“. Hier finden Sie auf Life40up! weitere interessante Artikel zum Thema Fitness & Gesundheit.

Was tun Sie regelmäßig, um fit und gesund zu bleiben? Verraten Sie es mir im Kommentar!

 

Die Philips Gesundheitsstudie 2015

Grundlage der Philips Gesundheitsstudie bildet eine umfassende Trendanalyse, für die themenrelevante Studien und Trend-Reports des Zukunftsinstituts, sowie Untersuchungen anderer wissenschaftlicher Institute, Agenturen und Verbände ausgewertet wurden. In einem thematischen Screening wurden umfassende Quellen auf die Fragestellung analysiert. Die Trend-Datenbank und Megatrend-Dokumentation des Zukunftsinstituts, Marktanalysen, Statistik- und Marktforschungsdatenbanken bildeten weitere Grundlagen des Researchs. Parallel dazu wurden im Dezember 2014 in einer bundesweiten repräsentativen Umfrage 536 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden in der Gesamtanalyse gespiegelt und vor dem Hintergrund relevanter Trend-Insights unter Einbeziehung von Fachleuten aus dem Expertenumfeld des Zukunftsinstituts interpretiert und bewertet.

*Die komplette Studie sowie die Kurzfassung können Sie hier herunterladen.

**Grafiken: Philips Healthcare

 

 

Sie lasen einen Beitrag der Reihe Werbung Life40updie es mir ermöglicht, dieses schöne Blog zu betreiben.

 

♥ TEILE DIESEN BEITRAG ♥ SHARING IS CARING ♥

8 Comments

  • Antworten September 30, 2015

    Conny

    Liebe Valèrie, zuerst: Ich will Deinen Garten haben 😉 Toller Artikel und ich finde diese Gesundheitsstudie echt interessant. Außerdem weiß ich, wen ich in Zukunft ansprechen werde, wenn ich einen Spezialisten suche… 😉 Ich habe es aufgegeben, Krankheiten zu googeln… mir macht das Angst und irgendwie wird im Internet aus jedem Symptom eine ernst zunehmende Krankheit. Aber ein Sitzer bin ich auch… immer und überall… im Auto, im Büro, zu Hause vor dem Laptop. Auf’m Stuhl, auf der Couch, Sessel… die Liste ließe sich ziemlich endlos fortsetzen und so werde ich jetzt gleich Deine Tipps beherzigen und mich mal kräftig durchdehnen… Grandiose Bilder. Hab nen schönen Tag, lieber Gruß – Conny

    • Antworten September 30, 2015

      Life 40up

      Liebe Conny, ich glaube ja nicht Dr. Google allein. Natürlich gehe ich bei Bedarf auch zum Arzt, aber ich bin gerne informiert und möchte ggf. mitreden können. Auf jeden Fall hoffe ich, dass viele Ärzte die Philips Gesundheitsstudie lesen und sich zukünftig auf die verschiedenen Patiententypen besser einstellen. Mein Garten? Den möchtest Du nur, wenn Du Spaß an Gartenarbeit hast. Oder wenn Du einen Mann hast, der Spaß an Gartenarbeit hat ;-). Liebste Grüße, Valérie

  • Seit ich die 45 überschritten habe, vermehren sich die kleinen Zipperlein bei mir mit rasender Geschwindigkeit. Es kommt mir so vor, als hätte ich jeder Morgen eine neue körperliche Baustelle. Auf gesunde Ernährung und Sport achte ich eigentlich schon eine Ewigkeit. Trotzdem sind manche Beschwerden nicht zu vermeiden. Auch ich ziehe dann immer erst mal das Internet zu Rate und konnte mir schon einige Tipps holen. So wie heute bei dir. Deine Bürostuhl-Übungen werde ich gleich mal ausprobieren. Ich hoffe meine Kollegen wundern sich jetzt nicht über meine Verrenkungen. 😉

    LG Cla

    • Antworten September 30, 2015

      Life 40up

      Liebe Cla, ich habe die Übungen bewusst so ausgewählt, dass man sie relativ unauffällig zwischendurch im Büro machen kann. Sonst schieb einfach die Schuld auf mich und verlinke auf meinen Artikel 😉 Du hast übrigens wunderbar definierte Arme und ich bewundere deine Disziplin, was regelmäßiges sporteln betrifft! Liebste Grüße, Valérie

  • Antworten September 30, 2015

    Yvonne Plötzke

    Liebe Valérie,

    beim Lesen deines Artikels habe ich mich zuerst ganz unauffällig auf meinem Stuhl aufgerichtet und gerade hingesetzt…. wie du siehst ist das genau MEIN Thema. Ich habe oft Probleme im Schulter-Nacken-Bereich und bin für jeden Tipp dankbar! Die Übungen habe ich direkt ausprobiert – zwar nicht im Garten, aber hier vor meinem Mac. Und was soll ich sagen?! Ich fühle mich direkt etwas leichter um die Schultern. Die Übungen kann man prima zwischendurch einbauen und sie sind auch ohne Sportstudium leicht durch zu führen. Ich werde versuchen sie in meine tägliche Arbeit vor dem Bildschirm einfließen zu lassen!

    Die Philips-Gesundheitsstudie ist wirklich interessant. Wenn ich so überlege, hat sich auch mein Verhalten geändert. Früher ging man eben zum Arzt wenn man krank war und gut. Heute informiert man sich bereits VOR dem Arztbesuch durch das Internet. Oder NACH dem Arztbesuch bzw. der Diagnose um sich um unterstützende Therapien zu informieren!

    Ein toller Artikel mit schönen Anregungen! Dann werde ich jetzt noch etwas für meine Schultern tun!
    Liebe Grüße! Yvonne

    • Antworten September 30, 2015

      Life 40up

      Liebe Yvonne, ich bin ganz begeistert, dass Du meine Übungen direkt nachgeturnt hast, und dass Du dich bei den neuen Patiententypen wiedererkennst. Gute Besserung für Deine Schultern! Liebste Grüße, Valérie

  • Antworten Oktober 1, 2015

    Susi

    Fit am Schreibtisch! Mein Thema!!! Seit ich mich nicht mehr zu meiner Yoga-Routine aufraffen kann – Schweinehund lässt grüßen – versteife ich zusehends … Und nicht nur ich!! Ich höre das immer wieder auch aus dem Kolleginnenkreis. 😛

    Danke für deine Anregungen!

    • Antworten Oktober 1, 2015

      Life 40up

      Dann bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht, liebe Susi!

Leave a Reply